21. Oktober 2010, 12:30 Uhr | 0 Kommentare

Katja Günther feiert ihr Comeback!

Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass die Abzockrechnungen für nicht erbrachte Gegenleistungen, wie z.B. von der Webtains GmbH des Nico Neugeboren – wobei wir uns nichts vormachen, dass eigentlich Michael Burat die treibende Kraft dahinter ist – aber auch von Frank Drescher mit seiner OPM Media GmbH oder Tomas Franko mit der IContent GmbH – eigentlich auch wieder Michael Burat – zyklisch ausgebracht werden. Wir führen diese Verhaltensänderung auf das Vorhandensein, beziehungsweise Nichtvorhandensein von Abzockers wertvollstem Asset, nämlich seinem Bankkonto zurück. Somit hat sich die Methodik der Beschwerde bei den betroffenen Geldinstituten als zweckmäßigstes Mittel gegen die Betreiber der Abofallen erwiesen, wobei uns bewusst ist, dass dies lediglich die Auswirkungen, nicht aber die Ursachen der Abzockkrankheit zu bekämpfen hilft.

Ist es den Geldinstituten noch relativ einfach, das Modell der Abofallenbetreiber dreist Geld für Null Gegenleistung zu verlangen, anhand von Kurzrecherchen nachzuvollziehen und entsprechend mit der umgehenden Kontokündigung zu reagieren, so tun sie sich bei den nachrangig mahnenden Inkassostrukturen erheblich schwerer, denn hier steht der Forderungseinzug ohne Bezug zum Grundgeschäft im Vordergrund und nicht der angeblich untergeschobene Vertrag für keine Gegenleistung. Aber selbst hier ist zu beobachten, dass die Geldinstitute aufgrund der Menge an Beschwerden bereit sind, sich von dem Geschäftsmodell der Inkassodienstleister für die abzockende Branche zu distanzieren, vorausgesetzt es ist ein innerer Zusammenhang zwischen dem untergeschobenen Zustandekommen der angeblichen Forderung und dem nachrangigen Inkassodienstleister zu erkennen.

Dabei ist es nicht immer so leicht, diese eng verflochtene Struktur nachvollziehen zu können, wie es beispielsweise die Deutsche Zentral Inkasso GmbH und die OPM Media GmbH schon durch ihre räumliche Nähe (angrenzende leere Büros in Berlin, praktizierte Wohngemeinschaft in Gammelsdorf) demonstrativ zur Schau stellen. Theoretisch könnte so manch ein (halbwegs seriöser) Inkassodienstleister problemlos in den Verdacht der Komplizenschaft geraten, wenn er zu spät erkennt, für wen er solchermaßen nicht zustandegekommener Forderungen beizutreiben versucht. Die Regel ist allerdings die, dass der Inkassodienstleister eigens von und für die abzockende Branche ins Leben gerufen wurden.

Während die Deutsche Zentral Inkasso GmbH des Bernhard Soldwisch aufgrund des drohenden endgültigen Entzugs der Inkassolizenz ihrem baldigen natürlichen Ende entgegensieht, das derzeitige waschkorbartige Ausschütten an Drohmahnungen für nicht erbrachte Dienstleistungen würde der Biologe als “Angstwachstum” bezeichnen, bereitet die Abzockbranche den fliegenden Wechsel der nachrangigen Inkassostruktur vor.

Die mittlerweile ein wenig in Vergessenheit geratene Mahnanwältin Katja Günther hat sich jüngst zurückgemeldet und wir gehen von einem nahtlosen Wechsel von Bernhard Soldwisch mit der Deutsche Zentral Inkasso GmbH auf die RAZ Gesellschaft für Zahlungsmanagement GmbH aus:

Interessant, beziehungsweise auffallend an der Inkassorechnung von Katja Günther sind vor allem 4 Dinge:
1. wird am 17.10.2010 die Rechnung vom 03.08.2009 für die Registrierung vom 07.12.2008 angemahnt
2. wird für die VereinService Online VSO GmbH (für sich selbst schon ein Oxymoron) angemahnt, was die Verflechtung der Abzocker untereinander noch einmal verdeutlicht und Frank Drescher mit seiner vor Gericht getätigten Aussage, er würde beispielsweise einen Münchener Zirkel nicht kennen, einmal mehr ad absurdum führt
3. benutzt wird ein Konto bei der Skatbank eG, bei der auch Frank Drescher mit der OPM Media GmbH einst ein Konto unterhalten hatte (wir legen Wert auf die Zeitwahl des Plusquamperfekts, weil wir glauben, auch bei dem Kontoverhältnis der RAZ Gesellschaft für Zahlungsmanagement GmbH bald in der Vergangenheitsform reden zu können)
4. wird mit München ein Gerichtsbezirk gewählt, der sich anerkanntermaßen sehr schwer damit tut, den Abzockern das Handwerk zu legen. (In Berlin war die Inkassolizenz der Deutsche Zentral Inkasso GmbH bereits nach 3 Monaten Geschichte und wurde nur durch ein Widerrufsverfahren künstlich verlängert.)

Andererseits passt das neuerliche Coming-Out von Katja Günther nicht nur zweckdienlich gut zusammen mit dem absehbaren Exitus der Deutsche Zentral Inkasso GmbH des Bernhard Soldwisch, der sich möglicherweise gerade auf der Flucht vor dem drohenden Mahnbescheid über 1,2 Mio. Euro befindet, sondern passt auch zeitlich wie abgestimmt ins Konzept. Schließlich ist es erst kürzlich und somit zeitnah der Katja Günther gelungen, dem Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), der sich peinlich berührt über die Methoden des Nichtmitglieds Katja Günther geäussert hatte, per Gerichtsurteil zu verbieten diese Äußerungen zu wiederholen.

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